Diplom-Ingenieur Maschinenbau

Aus dem Leben eines Ingenieurs

Name:   Markus Wiersch
Titel:       MBA, Dipl. -Ing. (FH) Maschinenbau

 

"Erst einmal weg von der Schule", war mein erster Gedanke nach dem Fachabitur. Deshalb entschied ich mich direkt für eine Ausbildung zum Luftfahrzeugmechaniker. Nach vier Jahren merkte ich jedoch, dass mich nur das Instandhalten und Reparieren von Flugzeugen nicht voll ausfüllte. Ich wollte mehr, wollte an der Entwicklung und Planung von Produkten und Systemen beteiligt sein.

 

So beschloss ich, mich für das Maschinenbaustudium an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule in Nürnberg zu bewerben. Schon nach relativ kurzer Zeit bekam ich die Zulassung und somit begann das eigentliche "Projekt", ein Ingenieur zu werden. Hierzu gehörte neben den Umzug nach Nürnberg natürlich auch eine entsprechende Vorbereitung in fachlicher Hinsicht (z. B. Mathematik, Physik, etc.), da ich ja bereits einige Jahre nicht mehr die Schulbank gedrückt hatte.

 

Schon während des Vordiploms entdeckte ich sehr schnell meine Leidenschaft für die Konstruktion und die dazugehörigen Fächer wie Maschinenelemente, Technische Mechanik, Darstellende Geometrie, Festigkeitslehre, etc. Zudem kamen im Hauptstudium weitere sehr interessante Vorlesungen wie beispielsweise zu den Themen Elektrische Antriebe, Strömungsmechanik und Maschinendynamik hinzu. Für mich stand also fest, dass aus der Vielzahl der angebotenen Studienschwerpunkte (z. B. Fahrzeugtechnik, Produktionstechnik, etc.) nur die Fachrichtung "Produktentwicklung" als Vertiefung in Frage kam. Durch diese Spezialisierung konnte ich letztendlich auch noch meine Kenntnisse in den Bereichen Gestaltoptimierung, Werkstoffe, CAE- (Computer-Aided Engineering) sowie FEM- (Fenite-Elemente-Methode) Analysen, u.v.m. vertiefen.

 

Erste Praxiserfahrungen konnte ich als angehender Ingenieur während der Praxissemester auch im Ausland am anderen Ende der Welt sammeln: Ich bekam die Möglichkeit im australischen Melbourne am "Institut of Railway Technology" an Eisenbahnschienen unter extremen klimatischen Bedingungen sowie mechanischen Belastungen Untersuchungen durchzuführen. Die gesammelten Informationen konnten dazu beitragen, die Schienenprofile zu verbessern und belastbarer zu machen. Neben den vielen netten Leuten, die ich kennenlernte und mit denen ich immer noch Kontakt halte, konnte ich mein Englisch wesentlich verbessern. Ich profitiere davon bis heute bei meiner täglichen Arbeit.

 

Nach dem Maschinenbaustudium hatte ich das große Glück, als frisch gebackener Ingenieur eine Stelle zu finden, die wie maßgeschneidert auf mein persönliches Profil passte. In der Firma E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH in Altdorf konnte ich in der Sparte "Watercraft & Spezial Vehicles" elektromechanische und mechatronische Produkte entsprechend den Anforderungen entwickeln und diese bis zur Serieneinführung begleiten. Wegen des gewählten Schwerpunktes während des Studiums war ich auf diese Aufgaben gut vorbereitet.

 

Nach einer mehrjährigen Tätigkeit in dieser Sparte bekam ich dann die Möglichkeit, in die Projektleitung zu wechseln. Diese neue Herausforderung vereinte viele neue Faktoren, wie beispielsweise die Planungsverantwortung, die Verwaltung des Budgets und die Erstellung von Lasten- und Pflichtenheften. Aber auch Entscheidungen über Prioritäten und Termine konnte ich selbst treffen. Nicht zuletzt die Führung des Projektteams war immer wieder eine große Herausforderung. Neben dem technischen Hintergrundwissen, das ich bereits hatte, wurden für mich ein selbstbewusstes Auftreten gegenüber Kunden oder Kooperationspartnern in der Entwicklung sowie Softskills und immer mehr wirtschaftliches Know-how von entscheidender Bedeutung. Besonders der letzte Punkt bewegte mich dazu, ein berufsbegleitendes MBA Studium an der Fachhochschule Ludwigshafen am Rhein mit Schwerpunkt Unternehmensführung zu absolvieren.

 

Die ständige Fortbildung, eben "nicht still zu stehen", sowie die dadurch signalisierte Belastungsfähigkeit, auch diese Schritte haben sich sehr schnell positiv auf meinen beruflichen Werdegang ausgewirkt. Und so bin ich heute als Geschäftsfeldmanager für Energie- und Umwelttechnik zuständig. Zu diesem Aufgabengebiet gehören neben dem immer noch technischen Teil des Produktmanagements auch Business Development und Key-Account-Management von internationalen Geschäftspartnern. Flexibilität, Reisen und Fremdsprachen inklusive. Wenn man nun bedenkt, dass ich erst seit sechs Jahren als Ingenieur tätig bin, wird schnell klar, wie abwechslungsreich und spannend eine solche Ausbildung und Tätigkeit sein kann.

 

Und keine meiner Stationen war umsonst. Von meiner Zeit als Luftfahrzeugmechaniker profitiere ich genauso wie vom Praxissemester in Australien und der Zeit als Produktentwickler oder Projektleiter. Mögen sich diese auf einem Blatt Papier auch noch so unterschiedlich anhören: Im Kern findet man immer wieder viele Gemeinsamkeiten, die sich auch auf spezifische Entwicklungen übertragen lassen. Die Koordination solcher Entwicklungen von Beginn an bis zur Serienreife (oder auch darüber hinaus), durch gute Arbeit zufriedene Kunden zu sehen und natürlich auch zu wissen, dass die Entwicklungen im Praxiseinsatz sind - all diese Punkte und Erfahrungen möchte ich auf keinen Fall missen.

 

Mehr Infos unter:

http://www.e-t-a.de

http://www.e-t-a.de/de_imagefilm.html

 

 

Quelle: E-T-A

 

 

 

 

 

 

 

 

    

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