Diplom-Ingenieur Automatisierungstechnik

Aus dem Leben eines Ingenieurs

 

 Jörg Menner

 

Unternehmen:  Festo AG & Co. KG, Headquarter Esslingen                                          

Branche:          Automatisierungstechnik, Pneumatik

Homepage:      ww.festo.com     

                                                                                 

                                  

                 Quelle:  ©Festo AG & Co. KG

 

In welchem Bereich liegt der Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit?

Meine Schwerpunkte liegen im Bereich der Großkundenbetreuung für die Werkzeugmaschinen - und Tabakbranche. Aufgrund von Anfragen von Großkunden erarbeite ich spezielle pneumatische und elektropneumatische Lösungen.

Der Kunde kommt dabei zu uns mit einer speziellen Themenstellung oder Aufgabe, die er nicht mit Produkten aus unserem Katalog lösen kann. Wir beraten den Kunden, wie die Lösung aussehen könnte, setzen die Aufgabenstellung in technische Lösungen um, machen eine Berechnung der Kosten für unsere Produkt und Dienstleistung und unterbreiten ihm ein Angebot für eine komplette technische Lösung.

 

Beschreiben Sie kurz und in Stichworten einen für Sie typischen beruflichen Tagesablauf?

Das ist das eigentlich Interessante an meiner Tätigkeit, dass es keinen Tagesablauf nach Schema F gibt. Hauptaufgaben, wie die Ausarbeitung von pneumatischen Steuerungen, Dimensionierung von zusammenspielenden Bauteilen, Kalkulation von Komplettlösungen und schließlich der Angebotserstellung füllen den Hauptteil eines Arbeitstages aus.

Diese werden jedoch immerzu durch Rückfragen aus den Fertigungs- und Montagebereichen, Erkundigungen von Lieferanten oder Anforderung technischer Auskünfte meiner Kunden unterbrochen, um ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

 

 

Quelle: ©Festo AG & Co. KG

 

Welches war für Sie das herausragende berufliche Ereignis oder Projekt der letzten Monate?

Die Projektleitung eines Großprojektes im Bereich der Prozessautomatisierung.

Die Koordination aller mitwirkenden Personen, um ein Projekt von der Anfrage bis zur Auslieferung erfolgreich zu begleiten.

 

Denken Sie mal ganz fiktional und fernab von aller Realität. Welches Traumprojekt würden Sie gern verwirklichen?

Eine rein pneumatisch automatisierte Eröffnungsfeier einer Fußballweltmeisterschaft!

 

Wie viel Prozent (Summe = 100%) Ihrer Zeit verbringen Sie …
a) im Office (Telefonate, E-Mails, organisatorische Tätigkeiten): 40%
b) beim Kunden (Verkauf, Einkauf, Beratung):  5%
c) mit Konstruktion, Planung und Forschung: 40%
d) in der Produktion bzw. bei Montage oder Service: 15%

 

Arbeiten Sie mit ausländischen Firmen und Kunden zusammen und wenn ja wie? Welchen Stellenwert haben dabei Fremdsprachenkenntnisse?

Hin und wieder unterstützen wir unsere Kollegen in den Auslandsgesellschaften bei der Projektierung oder auch Auftragsabwicklung von Großprojekten. Hierbei sind gute  Englischkenntnisse natürlich zwingend notwendig.

 

Quelle: ©Festo AG & Co. KG

 

 

Bitte geben Sie die Verwendung Ihres in Schule, Beruf und Studium erworbenen Wissens in Ihrer jetzigen Tätigkeit an (Angaben bitte in Prozent):
a) Basiswissen aus dem Studium: 25%
b) privat angeeignetes Wissen: 5%
c) aus der Berufserfahrung angeeignetes Wissen: 35%
d) in der Firma erworbenes Spezialwissen: 35%

An welcher Universität, Hochschule oder Berufsakademie haben Sie Ihren Ingenieurabschluss gemacht?
Berufsakademie Stuttgart

 

Welche Fächer haben Ihnen in der Schule besonders viel Spaß gemacht?

Technik, Mathematik

 

Wann und wie kamen Sie zu der Entscheidung Ingenieur zu werden?

Der Technikunterricht in der Schule hat mich auf diesen Weg gebracht. Ich wollte mehr erfahren über das „wie es funktioniert“.

 

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Wo lagen die besonderen Schwierigkeiten im Beruf oder Studium?

Im Studium war es die Gabe mit der Masse an Stoff, die auf einen zukommt, klar zu kommen und das selbständige organisieren der notwendigen Informationen um etwas zu erlernen. Nie den gesamten Berg der vor einem liegt zu sehen, sondern sich Tag für Tag

durchzukämpfen und dabei immer positiv zu denken.

Im Berufsleben war die größte Herausforderung, sich in jungem Alter durch Auftreten und fachliches Wissen, Respekt vor allem bei erfahrenen Kollegen und Kunden zu erarbeiten.

 

Was sind Ihre Hobbys?

In meiner Freizeit betreibe ich viel Sport wie zum Beispiel Volleyball, Laufen und Skifahren. Um einen guten Ausgleich herzustellen koche ich aber auch sehr gerne oder arbeite im Garten.

 

Sie stranden als Ingenieur auf einer einsamen Insel. Mit welchen Tätigkeiten und Maßnahmen verbringen Sie die erste Woche Ihrer Robinsonade?

Angeln, Jagen, Feuer machen, nach Süßwasser suchen und eine Hütte bauen.

 

Was ist für Sie die herausragende Ingenieurleistung der Menschheit?

Die Gewinnung und kontrollierte Nutzung von Energie aus der Natur!

 

Zum Abschluss. Welchen Rat geben Sie jungen Menschen, die eine Ingenieurkarriere einschlagen wollen?

Ingenieurwissenschaften sollte man studieren, wenn man Spaß an der Technik hat und gerne Abläufe und Funktionsweisen hinterfragt. Denkt daran, dass noch 40 Jahre Arbeitsalltag vor euch liegen. Somit schlagt nur den Weg ein, von dem Ihr wirklich überzeugt seid. Auf dem Weg durchs Studium ein möglichst breites Netzwerk an Kontakten aufbauen- dies erleichtert den Weg ins Berufsleben ungemein.

 

Quelle: ©Festo AG & Co. KG

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